Pflanzen-"Impfung": Pilotprojekt im Hohen Kamp der Stadt Ahaus

Pflanzen auf Klimastress nachhaltig vorbereiten

Im neuen Grünzug des Ahauser Baugebiets „Hoher Kamp“ testen Forschende der Universität Münster gemeinsam mit der Stadt Ahaus ein innovatives Pflanzenstärkungsmittel, das wie eine Art „Impfung“ für Pflanzen wirkt. Ziel ist es, städtisches Grün widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit und Krankheiten zu machen.

Das Mittel basiert auf Chitosan, einem natürlichen Stoff aus Krustentierschalen – ein nachhaltiges Nebenprodukt der Fischerei. Entwickelt wurde es vom münsterischen Start‑up NURICOS biosolutions.

Die Wirkweise: Sogenannte Elicitoren lösen in der Pflanze eine Art „Alarmreaktion“ aus. Die Pflanze bildet Schutzstoffe, ohne wirklich krank zu sein – ein Trainingseffekt, der sie robuster macht.

Der Versuch ist klar aufgebaut:

Eine Hecke wurde mit dem Mittel behandelt.

Die gegenüberliegende Hecke dient als unbehandelte Kontrollgruppe.

So lässt sich unter realen Bedingungen prüfen, ob die Pflanzen tatsächlich vitaler wachsen. Erste Ergebnisse werden in 3–4 Monaten erwartet.

 

Quelle: Stadt Ahaus | presse-service.de