Unser Leistungsspektrum im Regenwassermanagement

1. Bodenversiegelung - ein Eingriff in den Naturhaushalt



Regenwassermanagement umfaßt ein ganzes Spektrum von Maßnahmen zur Beeinflussung der Retentionsleistung, zum Abflußverhalten, zur Verdunstung von Niederschlagswasser, zur Dachreinigung und -begrünung sowie zur Regenwasserbewirtschaftung. Bitte fordern Sie ausführliches Informationsmaterial an. Wir beraten Sie gerne.

Bodenversiegelung - ein Eingriff in den Naturhaushalt

Das Wasser der Erde ist einem stetigen Kreislauf unterworfen. Durch Verdunstung steigt es auf und bildet Wolken, die sich bei Abkühlung entleeren: Niederschlag fällt. Nur durch dieses Niederschlagswasser, in Form von Regen und Schnee, werden unsere Seen und Bäche sowie das Grundwasser gespeist.

Bei Niederschlägen auf unbefestigten und mit Vegetation bedeckten Flächen werden Pflanzen und Bodenoberflächen benetzt. Je nach Art und Wassergehalt des Bodens wird Wasser vom Boden aufgenommen. Überschüssiges Wasser sammelt sich in Mulden. Gleichzeitig verdunstet Wasser direkt von den Oberflächen des Bodens und der Pflanzen sowie über die Transpiration der Pflanzen. Hat sich ausreichend Wasser in der oberen Bodenschicht angesammelt, dringt es in tiefere Bodenschichten und schließlich in das Grundwasser.

Der Abfluß von Niederschlägen ist bei unbefestigten und mit Vegetation bedeckten Flächen sehr gering und stark verzögert. Es entsteht also ein ausgeglichener Haushalt von Einnahmen (Regen) und Ausgaben (Abfluß, Versickerung und Verdunstung). Auch befestigte und versiegelte Flächen werden bei Regen zunächst benetzt. Danach werden Mulden gefüllt. Im Verhältnis zu natürlichen und mit Vegetation bedeckten Flächen haben diese eine geringere Verdunstung und kleinere Speicherkapazität und führen schnell zum Abfluß. Das unterschiedliche Abflußverhalten verdeutlicht die Abbildung 1. Durch die Versiegelung von Flächen wird der Wasserkreislauf verändert.

Die Folgen sind vielfältig:

  • der Oberflächenabfluß nimmt zu,
  • die Grundwasserneubildung und die Pflanzen- und Bodenverdunstung nehmen ab,
  • Hochwasserereignisse häufen sich,
  • Klimaveränderungen treten auf,
  • die Staubbildung nimmt zu,
  • Trinkwasser wird Mangelware, Wasserreservoirs müssen angelegt werden.

Die Dynamik des Regenabflusses hängt von Lage, Beschaffenheit und Gefälle der einzelnen Oberflächen ab. Generell kann gesagt werden, daß Abflußganglinien – sie stellen den zeitlichen Verlauf des Abflusses dar – um so steiler und höher sind, je größer und zusammenhängender die versiegelten Flächenanteile sind. Abbildung 2 zeigt, wie sich eine typische Hochwasserwelle eines unbebauten Gebietes verändert, wenn es durch Bebauung versiegelt und kanalisiert wird. Eindeutig beschleunigt und erhöht die Versiegelung städtischer Oberflächen die Hochwasserwellen. Die Nachhaltigkeit dieser Wirkung wird erst in neuester Zeit ernst genommen. Tatsache ist, daß durch die Versiegelung der Oberflächen der Abfluß in einem Maße beschleunigt wird, daß es erheblicher Anstrengung bedarf, die sich verschärfenden Hochwassersituationen zu beherrschen.

Die zunehmende Kenntnis der Wechselwirkungen von Entwässerungssystemen, Kläranlage und Gewässer führte zu Leitlinien für neue Entwässerungskonzeptionen:

  • Direktabflüsse durch Versickerung und Verdunstung von Regenwasser verringern,
  • nicht direkt versickerbare Abflüsse vor Ort speichern und langsam versickern oder auch verzögert in Gewässer einleiten,
  • Regenwasser nutzen,
  • unvermeidbar verschmutztes Regenwasser sammeln und behandeln.

Hinsichtlich der Wasserspeicherung sowie der zeitlichen Abflußverzögerung können Dachbegrünungen einen erheblichen Beitrag leisten. So erfüllen intensive Dachbegrünungen mit Wasseranstau die Funktionen von Regenrückhaltebecken. Die Wasseraufnahme und Wasserabgabe von Dachbegrünungen beruht auf folgenden Zusammenhängen. Bei Auftreten von Niederschlägen nehmen die Funktionsschichten zunächst das anfallende Wasser auf, bis der Zustand der maximalen Wasserkapazität erreicht ist. Erst bei Überschreiten dieser Zustandsform setzt der Wasserabfluß ein, der in der Regel erst bei Niederschlägen längerer Dauer oder größerer Intensität erfolgt. Das aufgenommene und gespeicherte Niederschlagswasser wird durch Transpiration der Pflanzen und Evaporation aus dem Schichtaufbau unmittelbar wieder in den natürlichen Kreislauf gebracht. Kanalisation bzw. Vorflut werden lediglich für den abfließenden Anteil in Anspruch genommen. Der Wasserablauf erfolgt zudem mit einer zeitlichen Verzögerung, so daß eine weitere Entlastung eintritt und Spitzenbelastungen eingeschränkt werden.

Bitte beachten Sie unser Projekt zur Expo 2000 und unser weiteres Dienstleistungsangebot, das viele Maßnahmen zum Regenwassermanagement umfaßt: